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Honorar Vergütung Rechtsanwalt

Honorar

Die Vergütung für anwaltliche Leistungen wird durch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und das Vergütungsverzeichnis (VV) gesetzlich geregelt.

Vor einer Erstberatung vereinbare ich mit meinen Mandanten eine pauschale Vergütung für das erste Beratungsgespräch. Die vereinbarten Gebühren fallen an, wenn das Mandat mit der Erstberatung abgeschlossen sein sollte.
Im Anschluss an die Erstberatung stelle ich Ihnen mein Vergütungsmodell über die anfallenden Rechtsanwaltskosten bei einer weitergehenden außergerichtlichen bzw. gerichtlichen Tätigkeit vor. Auf Wunsch sende ich Ihnen ein schriftliches Angebot für die anfallenden Kosten zu.

Es besteht die Möglichkeit, ein festes Honorar oder ein Stundenhonorar zu vereinbaren.

Hiervon mache ich und meine Mandanten häufig Gebrauch.

Die Honorarvereinbarung darf bei einer gerichtlichen Tätigkeit jedoch nicht unter der gesetzlich vorgeschriebenen Gebühr des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes liegen.

Das Pauschalhonorar bzw. meine Stundensätze variieren je nach rechtlicher Fragestellung, Schwierigkeit der Angelegenheit, Haftungsrisiko, Gegenstandswert, Bedeutung für den Mandanten und dem Umfang der Tätigkeit. Das jeweilige Honorar wird individuell, für jedes Mandat gesondert mitgeteilt.

Sprechen Sie mich daher vor einem Beratungsgespräch bzw. einer Mandatserteilung auf die entstehenden Kosten an.

 

Wird kein spezielles Pauschal- oder Stundenhonorar vereinbart bzw. kommt es zu einem Gerichtsverfahren, so berechnet sich nach dem RVG das anwaltliche Honorar wie folgt:

Die Höhe der gesetzlich vorgeschrieben Vergütung richtet sich in den überwiegenden Fällen nach dem wirtschaftlichen Wert der Angelegenheit (Gegenstandswert) und der Art bzw. des Umfangs der anwaltlichen Tätigkeit (Gebührensatz).

Je nach Art und Umfang der anwaltlichen Tätigkeit können beispielsweise folgende Gebührensätze anfallen:

Außergerichtliche Tätigkeit:

Schreiben einfacher Art (Nr. 2402 VV)                        0,3 Gebühr
Geschäftsgebühr (Nr. 2300 VV) 0,5 bis 2,5 Gebühr
Einigungsgebühr (Nr. 1000 VV) 1,5 Gebühr

 

Gerichtliche Tätigkeit:

Verfahrensgebühr (Nr. 3100 VV)                1,3 Gebühr
Terminsgebühr (Nr. 3104 VV) 1,2 Gebühr
Einigungsgebühr (Nr. 1003 VV) 1,0 Gebühr
Verfahrensgebühr Berufung (Nr. 3200 VV) 1,6 Gebühr

 

Nachlassgerichtliche Tätigkeit:

Erbscheinsverfahren          1,3 Gebühr
Beschwerdeverfahren (eingeschränkte Tätigkeit)               1,1 Gebühr
Beschwerdeverfahren  (umfassende Tätigkeit) 1,6 Gebühr

 

Eine 1,0 Gebühr (Gebührensatz) beträgt beispielsweise für einen Gegenstandswert bis:

Gegenstandswert                        1,0 Gebühr
10.000 € 558,00 €
25.000 € 788,00 €
50.000 € 1.163,00 €
110.000 € 1.503,00 €
155.000 € 1.758,00 €
200.000 € 2.013,00 €
350.000 € 2.613,00 €
500.000 € 3.213,00 €
750.000 € 3.963,00 €
1.000.000 € 4.713,00 €
2.500.000 € 8.996,00 €

 

Eine vollständige Gebührentabelle finden Sie auf den Seiten der Bundesrechtsanwaltskammer.

Bei einem zivilrechtlichen Streit ohne außergerichtliche Tätigkeit fallen z.B. regelmäßig eine Verfahrensgebühr und eine Terminsgebühr an. Damit wäre ein Gebührenwert von 2,5 (1,3 + 1,2) verbunden. Die Nettovergütung des Rechtsanwaltes wird ermittelt, indem man den Gebührenwert mit der vom Streitwert abhängigen Gebühr multipliziert. Bei einem angenommenen Streitwert von 100.000 € würde eine (1,0 ) Gebühr 1.503,00 € zzgl. Umsatzsteuer betragen.

Somit würde sich die Nettovergütung auf 3.757,50 € (2,5 mal 1.503,00 €) belaufen.

Hinzu kommen die gesetzliche Umsatzsteuer, Auslagen und gegebenenfalls Reisekosten.

Bei einer zusätzlichen außergerichtlichen Tätigkeit wird die Vergütung (teilweise) auf die Vergütung für den Prozess angerechnet.

Wenn ein gerichtliches Verfahren stattfindet, fallen zusätzlich Gerichtskosten an. Die Höhe richtet sich ebenfalls nach dem Gegenstandswert und wird nach dem Gerichtskostengesetz (GKG) berechnet.

Zur Vermeidung des Prozesskostenrisikos kann versucht werden, ein Prozessfinanzierer mit einzubeziehen. Der Prozessfinanzierer prüft zunächst eigenständig die Erfolgsaussichten der Klage und die (im Erbrecht meist gute) Bonität des Beklagten. Liegen die Erfolgsaussichten nach Ansicht des Prozessfinanzierers bei mehr als 50% so übernimmt er die kompletten Prozesskosten (Gericht, Anwalt, Gutachten, etc.) gegen eine Beteiligung am Erlös der Klage. Gewinnen wir die Klage, erhält der Prozessfinanzierer seinen Anteil, verlieren wir die Klage, so übernimmt der Prozessfinanzierer sämtliche Kosten. Auch meine.

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© Kanzlei für Erbrecht   Rechtsanwalt Ralf Mangold   Aachener Straße 1158a   50858 Köln